Kategorie: Aktuelles

Vorläuferinnen des Durchsetzungswillens und der Selbstbestimmung – Fussball spielende Frauen

Vorläuferinnen des Durchsetzungswillens und der Selbstbestimmung: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verbot vor 70 Jahren, am 30. Juli 1955, den Frauenfußball. Aus der Begründung des DFB: „…dass diese Kampfsportart der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd ist…“ Auch wäre die Gebärfähigkeit der Frauen durch die angeblich gesundheitsschädigende Wirkung des Sports auf Frauen beeinträchtigt. Erst 1970 hob der DFB dieses Verbot – unter Auflagen wie einer kürzeren Spieldauer, Verbot von Stollenschuhen – auf. Aber die Frauen spielten weiter, auf kommunalen Plätzen, aber auch bei mehr als 100 inoffiziellen Länderspielen abseits des DFB bis 1965, begleitet von provozierenden Kommentaren und Diskussionen. Kostprobe eines Kommentators aus dem Jahr 1957: „Wer allerdings nur aus Gaudi oder Sensationslust gekommen war, kam nicht auf seine Kosten, die Damen spielten fair und zeigten verschiedene gute Kombinationen.“Fazit: So erfreulich die Weiterentwicklung auch ist, das […]

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PRESSEMITTEILUNG

Zum Internationalen Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli 2025 Vorsorge statt Nachsorge – Gesamtstrategie am Internationalen Tag gegen Menschenhandel gefordert Alarmierend ist der Anstieg der Opferzahlen bei der Ausbeutung von Minderjährigen, die im Vergleich zum Vorjahr statistisch um rund 27% zugenommen haben (Bundeslagebild Menschenhandel 2023, aktualisiert 03.2025). Jedoch sind diese Zahlen in der Realität nicht gestiegen, sondern erhellen nur den Rand des großen Dunkelfelds der Opfer besser. „Die Opferzahlen sind real viel höher“, stellt Ute Mackenstedt, Erste Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg (LFR BW), klar. „Das Bundeskriminalamt verweist selbst darauf, dass sich die statistischen Zahlen zur Ausbeutung von Minderjährigen nur aufgrund einer Sonderbetrachtung in der polizeilichen Ermittlungstätigkeit erhöht haben. Das tatsächliche, weitaus höhere Ausmaß kennen wir nicht und doch mangelt es an einer politisch umgesetzten Gesamtstrategie bei dem Thema Menschenhandel und sexueller Ausbeutung.“ Der Menschenhandel ist […]

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3. Bericht zur gesellschaftlichen Teilhabe zum Thema „Ökonomische Ungleichheit, Demokratiezufriedenheit und politisches Vertrauen in Baden-Württemberg“

Die Zufriedenheit mit der Demokratie und das Vertrauen in politische Institutionen sind zentrale Grundlagen liberaler Demokratien. In Deutschland wie auch in anderen westlichen Ländern nehmen Vertrauen und Zufriedenheit seit Jahrzehnten ab. Besonders betroffen sind Menschen in prekären ökonomischen Lagen, die sich oft nicht ausreichend vertreten fühlen und weniger an politischen Prozessen teilnehmen. Diese soziale Ungleichheit in der politischen Beteiligung untergräbt das Prinzip der politischen Gleichheit und führt zu einer geringeren Repräsentation ihrer Interessen. Dies schwächt die Demokratiezufriedenheit und verstärkt das Misstrauen – ein Kreislauf, der langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Handlungsfähigkeit des politischen Systems bedroht. Der vorliegende Bericht ist Bestandteil der modularen Armutsberichterstattung des Landes Baden-Württemberg. Bis 2028 werden insgesamt fünf Berichte zur gesellschaftlichen Teilhabe mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten erstellt. Bisher wurden die folgenden zwei Berichte veröffentlicht: Erster Bericht (03/2024) zu Altersarmut in Baden-Württemberg […]

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Austausch mit Jasmina Hostert MdB – Frauenpolitische Themen im Fokus

In der Geschäftsstelle des Landesfrauenrats Baden-Württemberg (LFR BW) hatten wir die Gelegenheit, mit Jasmina Hostert MdB über zentrale frauenpolitische Anliegen zu sprechen. Im Mittelpunkt standen die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Baden-Württemberg, die Umsetzung einer Ressortübergreifenden Gleichstellungsstrategie sowie die Abschaffung des §218 StGB und die flächendeckende Versorgung mit Angeboten zum Schwangerschaftsabbruch. Ferner bestärkten wir uns in unserer Positionierung pro Nordisches Modell, das die Strafverfolgung von Freiern und die Missstände in der Prostitution in den Fokus stellt. Wir diskutierten weitere Schwerpunkte aus der Gleichstellungsarbeit mit Frau Hostert, die im Bundestag Obfrau im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist. Wir danken Jasmina Hostert für den spannenden und konstruktiven Austausch und freuen uns auf eine weiterhin wertschätzende Zusammenarbeit für die Gleichstellung von Frauen.

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Begeisterter Dank geht an das deutsche Frauenteam bei der Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz!

Diese Frauen zeigten das freundliche Gesicht des Fußballspiels: Aufopfernder Einsatz für das Team, keine theatralischen Rollen auf dem Rasen nach Zweikämpfen, kein Lamentieren mit der Schiedsrichterin und auch das Jubeln war eine Feier aller Frauen.Fast immer waren die Fans gelöst, fröhlich und freudig beim Feiern und Anfeuern ihrer Teams. So möchten viele gern in die Stadien gehen – entspannt, sicher und mit guter Stimmung.Wir sind dankbar für diese tollen und fairen Spiele des deutschen Frauenteams. Sie werden trotz verpasstem Finaleinzug in unseren Köpfen bleiben.#FairPlay#Teamgeist#Respekt#Frauenfußball

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60 Jahre pro familia in Baden-Württemberg: Wir gratulieren herzlich!

Eure Arbeit zu Sexueller Bildung ist fantastisch, danke für Euren Einsatz. Ein großer Dank geht auch an die in den Ruhestand verabschiedete Geschäftsführerin des Landesverbands Baden-Württemberg Gudrun Christ und viel Erfolg wünschen wir der neuen Geschäftsführerin Pia Riegger. Wir nehmen auch Herrn Minister Lucha, der bei der Jubiläumsveranstaltung ein Grußwort übernahm, beim Wort: Die Ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie wird noch in dieser Legislaturperiode im Landtag beschlossen werden. Nur wenn sie fraktionsübergreifend mitgetragen werden kann und wird, wird sie die dringend erforderliche Umsetzung in der neuen Legislaturperiode nach März 2026 ermöglichen.

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MATILDA EFFEKT – Pionierinnen der Forschung

Bildrechte@KIT Der Matilda-Effekt ist ein Begriff aus der Wissenschaftssoziologie, der ein systematisches Phänomen beschreibt: die wiederholte und strukturelle Geringschätzung oder Unsichtbarmachung der wissenschaftlichen Leistungen von Frauen, insbesondere wenn ihre Arbeit Männern zugeschrieben wird. Der Begriff wurde von der Wissenschaftshistorikerin Margaret W. Rossiter geprägt. Sie benannte ihn nach Matilda Joslyn Gage, einer US-amerikanischen Frauenrechtlerin, die schon 1893 auf die „beklauten Frauen in der Wissenschaft“ hingewiesen hatte. Der Matilda-Effekt ist kein rein historisches Ereignis, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems in der Wissenschaft, besonders in den MINT-Fächern, in denen Frauen trotz herausragender Leistungen häufig übersehen und übergangen werden oder im Schatten ihrer männlichen Kollegen bleiben. Zum Beispiel Rosalind Franklin (1920–1958): Ihre Röntgenaufnahmen der DNA, insbesondere das berühmte Foto 51 im Jahr 1952, waren entscheidend für die Entdeckung der Struktur der DNA-Doppelhelix. 1953 veröffentlichten James Watson und Francis Crick […]

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Gleichstellung braucht Verbindlichkeit, klare politische Führung, konkrete Maßnahmen und den festen Willen, Veränderung zu gestalten.

Im Gespräch mit CDU-Fraktionsvorsitzendem Manuel Hagel MdL und der frauenpolitischen Sprecherin Isabell Huber MDL haben Vorstandsmitglieder des Landesfrauenrats Baden-Württemberg zentrale frauenpolitische Themen eingebracht. Der LFR BW fordert, dass Gleichstellung nicht am Rand, sondern verbindlich und sichtbar im CDU-Wahlprogramm verankert wird. So braucht beispielsweise der neue Entwurf zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (ADG) und die ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie breite politische Unterstützung. Letztere wurde nach umfangreichem Input von Verbänden und Organisationen, wie auch dem LFR BW, für den Herbst angekündigt, sollte konkrete Maßnahmen enthalten und noch in dieser Legislaturperiode und somit in diesem Jahr verabschiedet werden. Auch gehören Geschlechterklischees in die Vergangenheit. Der LFR BW fordert Berufsorientierung frei von Rollenbildern – von Anfang an, in allen Schulen. In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung muss vor einem Rollback in der Gleichstellungspolitik gewarnt werden und bereits Erreichtes darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Ein […]

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Kritik an Landtagswahl-Termin am Internationalen Frauentag 2026 – Landesfrauenrat im Gespräch mit Innenminister Strobl

Seine fundierte Kritik an dem Wahltermin für die Landtagswahl Baden-Württemberg am 8. März 2026, dem Internationalen Frauentag, hat der Landesfrauenrat Baden-Württemberg nochmals in einem persönlichen Gespräch mit Herrn Innenminister Strobl ausgeführt. Auch die Landeswahlleiterin Cornelia Nesch nahm an dem Gespräch teil. Dass der 8. März traditionell ein wichtiger Aktionstag für Frauenrechte in vielen Städten und Kommunen ist, der üblicherweise mit zahlreichen Veranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen durchgeführt wird, wurde anerkannt und auch, dass es durch die Wahl zu Beeinträchtigungen kommen kann. Wir nehmen mit, dass von der Landeswahlleiterin betont wurde, dass es zu wenigen Einschränkungen bei der Genehmigung und Durchführung von Veranstaltungen kommen dürfte, selbst am Wahltag. Wir werden dazu mit unseren Kooperationspartner:innen im Austausch bleiben.

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DGB Bezirksfrauenkonferenz Baden-Württemberg

Klare Forderungen für Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit Am Samstag, den 28. Juni 2025, fand in Stuttgart die DGB Bezirksfrauenkonferenz Baden-Württemberg statt. Rund 100 Delegierte aus den acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften kamen zusammen, um die politischen Ziele und Anforderungen für die kommenden vier Jahre festzulegen. Im Mittelpunkt der Konferenz standen gewerkschaftliche Forderungen zur Gleichstellung – insbesondere mit Blick auf die anstehende Landtagswahl. Unter dem Motto #MehrWert Gleichstellung wurde deutlich: Gleichstellung ist eine zentrale Zukunftsfrage – für die Arbeitswelt ebenso wie für unsere Demokratie. Ein Programmpunkt war das Grußwort unserer ersten Vorsitzenden Prof.in Dr. Ute Mackenstedt, die die Bedeutung des Konferenzmottos eindrucksvoll unterstrich: „Gleichstellung ist kein ‚Nice-to-have‘ – sie ist Voraussetzung für eine gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft. Unsere Forderungen sind klar: Es braucht konkrete politische Maßnahmen, die Frauen in Arbeit, Bildung und Gesellschaft endlich gleichstellen.“ Vielfalt und Diskriminierungsfreiheit machen […]

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Digitale Landkarte der Frauenerinnerungsorte in Baden-Württemberg – Einladung zur Zusammenarbeit bzw. Präsentation Ihrer Frauenerinnerungsorte

Frauen haben Geschichte geschrieben – in Ihrer Stadt, Ihrer Region, in der ganzen Welt. Doch Ihre Spuren sind im öffentlichen Raum oft kaum sichtbar. Mit unserer digitalen Landkarte der Erinnerungsorte für Frauen möchten wir dies ändern – gemeinsam mit Ihnen. Sie finden die Landkarte auf unserer Homepage: Frauenerinnerungsorte » Landesfrauenrat Baden-Württemberg: https://www.lfrbw.de/themen/frauenerinnerungsorte/ Unser Angebot an Ihre Stadt / Ihren Landkreis: Beteiligen Sie sich aktiv an einem wachsenden digitalen Erinnerungsprojekt, das Frauen in den Fokus rückt, die in Ihrer Stadt gewirkt und diese geprägt haben. Die digitale Landkarte ist öffentlich zugänglich und kann unkompliziert auf Ihrer kommunalen Webseite verlinkt und in Ihre touristischen Angebote eingebunden werden. Möglicherweise sind aus Ihrer Region bereits Meldungen erfolgt, schauen Sie gerne nach. Voraussetzungen für die Aufnahme in die Landkarte sind: Sie können Frauenerinnerungsorte auf der digitalen Landkarte aufnehmen lassen, wir […]

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KURZ GEMELDET

20. Juni 2025 – Weltflüchtlingstag – Schutz und Solidarität für Frauen und Mädchen in und aus Kriegs- und Krisengebieten Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni betont der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) die besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen und Mädchen auf der Flucht und in Kriegs- und Krisengebieten. Für sie sind Krieg, Flucht und Vertreibung oft und in besonders schwerwiegender Form mit geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung verbunden. Der LFR BW fordert daher gezielte Schutzmaßnahmen und spezifische Unterstützung für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten, auf und nach der Flucht. Der LFR BW erinnert daran, dass das Recht auf Schutz für alle Menschen gilt, unabhängig von Herkunft oder Fluchtgrund. Er ruft zu verstärkter Solidarität und zu einem menschenrechtsbasierten Umgang mit Geflüchteten auf. Sicherheit zu suchen sei ein Menschenrecht, das nicht eingeschränkt werden darf. Der […]

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